jugendrat-ratingen-2020-gruppenfoto

Begrünung von Gebäudefassaden

Das Begrünen von Gebäudefassaden hat viele Vorteile, unter anderem eine Verbesserung der Luft und des Klimas in der Stadt. Des Weiteren heizt sich ein begrüntes Gebäude nicht so schnell auf, Schadstoffe aus der Luft werden herausgefiltert und die Qualität der Böden steigert sich. Als Ursprungsidee haben wir uns an anderen Gebäuden mit begrünten Fassaden orientiert, wie zum Beispiel dem komplette Kö-Bogen und besonders dem Ingenhoven-Tal in Düsseldorf. Aus diesen Gründen haben wir in uns der Nachhaltigkeits-AG dazu entschieden, zu überlegen, an welchen Gebäuden im Stadtgebiet von Ratingen die Begrünung von Fassaden am leichtesten umzusetzen wäre und wo sie einen größtmöglichen Effekt hätte.

Dabei haben wir uns darauf verständigt, dass eine Umsetzung an Schulgebäuden einen besonders großen Nutzen hätte, da es sich bei Schulen um stark frequentierte Gebäude handelt und ein angenehmes Umfeld für ein nachhaltiges Lernen unabdingbar ist. Deshalb haben wir einen entsprechenden Antrag formuliert und diesen, nach ausgiebigen Abwägungen der Vor- und Nachteile in der Nachhaltigkeits-AG und der Schul-AG, in unserer zweiten Jugendratssitzung, am 22. Januar 2020, einstimmig beschlossen.

Daraufhin wurde er, wie jeder Antrag, durch die entsprechenden Gremien der Kommunalpolitik beraten, am 03. Juni 2020 durch den Schulausschuss und am 10 Juni 2020 durch den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und demografische Entwicklung beschlossen. Am 23. Juni 2020 hat der Rat der Stadt Ratingen letztendlich einstimmig entschieden, dass auf Grundlage unseres Antrages bei den anstehenden Bauarbeiten an den Schulen an einigen Gebäuden Fassadenbegrünungen als Pilotprojekt installiert werden sollen. Wir werden in Zukunft weiter darauf achten, dass dieser Ratsbeschluss auch umgesetzt wird und unsere Idee somit möglichst bald Realität sein wird. Sobald es neue Informationen gibt, werden wir diese an euch weitergeben.


„Flohmarkt & Kleidertauschparty“ im Jugendzentrum LUX

Die Nachhaltigkeits-AG hat am 09. Dezember 2018 eine Kleidertauschparty unter dem Motto ,,Nachhaltiger und fairer Konsum” organisiert und erhielt dabei Unterstützung von der Klimaschutzmanagerin der Stadt Ratingen, Elena Plank. Der Kleidertausch ist ein Konzept aus anderen Städten und sollte auch in Ratingen zu einer Institution werden. Dabei können Kleidungsstücke die nicht mehr passen oder gefallen kostenlos gegen andere Kleidungsstücke getauscht werden.

Der Jugendrat möchte damit eine Alternative zum Kaufrausch aufzeigen und die Möglichkeit geben, mit Kleidungsstücken anderen Menschen eine Freude zu machen, entweder durch Tausch oder Verkauf auf dem Flohmarkt. Um Kleidungsstücken ein neues Leben zu schenken, war außerdem die Schneiderin Andrea Peitz mit ihrer mobilen Schneiderei vor Ort, um kostenlos Hilfestellungen und Anleitungen zu Reparaturen und Verschönerungen zu geben. Gegen Spenden wurden Getränke und nachhaltige Snacks, aus Lebensmittelspenden der Tafel, angeboten.

Donjeta Sinani


Schulsozialarbeit

Im April 2018 rückte das Thema Schulsozialarbeit in unseren Fokus. Erst durch eine Mitteilungsvorlage erfuhren wir, dass es an unseren Schulen Schulsozialarbeit geben müsste. In dieser Mitteilungsvorlage taten sich also von der Realität abweichende Darstellungen auf. Als Mitglieder des Jugendrates sind wir an unseren Schulen mit den Lehrern und den SV-Schülerinnen und SV-Schülern vernetzt und gut informiert. So wurde schnell klar, am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium fehlte dieses Angebot und ebenso an der Friedrich-Ebert-Realschule. An nur drei weiterführenden Schulen in Ratingen, der Käthe-Kollwitz-Realschule, dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und dem Kopernikus-Gymnasium, waren von der Stadt eingestellte Schulsozialarbeiterinnen oder Schulsozialarbeiter tätig. An der Martin-Luther-King-Gesamtschule hat die Schule zwei Lehrerstellen streichen müssen, um mit dem freigewordenen Geld zwei Schulsozialarbeitsstellen schaffen zu können.

Daher forderten wir in unserer Sitzung: „Die Verwaltung wird gebeten, das wichtige Hilfsangebot der Schulsozialarbeit für jede weiterführende Schule vor Ort einzurichten. Die Mitglieder des Jugendrates sehen den dringenden Bedarf für alle Schulformen in Ratingen. Bekannt gemacht werden sollte die Schulsozialarbeit mit Aushängen, Infos zu den Sprechzeiten und durch persönliche Vorstellung bei den Schülern, Lehrern und der Elternpflegschaft. An wenigstens drei Tagen in der Woche sollte der Schulsozialarbeiter oder die Schulsozialarbeiterin Zeit haben, um an der jeweiligen Schule sein zu können.“ Zusätzlich machten wir durch einen selbst gedrehten Film auf das Thema und unsere Forderungen aufmerksam, denn Schulsozialarbeit ist ein wichtiges Unterstützungs-, Beratungs- und Hilfsangebot für Schülerinnen und Schüler.

Eine Schulsozialarbeiterin oder ein Schulsozialarbeiter kann einzelne Schülerinnen oder Schüler individuell beraten und fördern, durch sozialpädagogische Gruppenarbeit das Unterrichtsklima verbessern, Projekte und offene Angebote zur Entwicklung eines freundlichen Umfelds anbieten, Elterngespräche und Beratungen durchführen, Präventionsarbeit betreiben und die Schülerinnen und Schüler im Übergang von der Schule in einen Beruf begleiten. Der Schulausschuss des Stadtrates hat auf unseren Antrag und unsere Argumente hin die Verwaltung beauftragt, eine Vorlage zu erstellen, welche Verbesserungen der Schulsozialarbeit zum Ziel haben sollte. Dieser Vorlage haben wir dann im Juni 2018 zugestimmt.

Claus Köster